Nach einem Jahr Pause kehrte die Deutsche Enduro-Meisterschaft an diesem Wochenende nach Großlöbichau zurück. Der 3. Lauf der Meisterschaft wurde dabei als Doppelveranstaltung für die A-Lizenz ausgetragen und bot den Fahrern gleich an zwei Renntagen anspruchsvollen Endurosport. Zusätzlich gastierte die Mini-EM in Großlöbichau, wodurch die Veranstaltung auch neben den Läufen zur Deutschen Enduro-Meisterschaft ein besonderes Highlight für den Nachwuchs bot.
Die Fahrer erwartete ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Gelände. Insgesamt mussten fünf Runden absolviert werden, in denen drei Prüfungen auf die Teilnehmer warteten: der Crosstest auf einem weitläufigen Acker, der Endurotest mit Wald- und Wiesenpassagen sowie der Extremtest mit Felsen, Hindernissen und zahlreichen Auf- und Abfahrten. Besonders der Extremtest verlangte den Fahrern technisch einiges ab. Während der Samstag durch Regen und entsprechend rutschige Bedingungen geprägt war, präsentierte sich das Gelände am Sonntag trocken.
Die dadurch entstehende Staubentwicklung machte die Prüfungen erneut anspruchsvoll und sorgte für zwei sehr unterschiedliche Renntage.
Die Stimmen der Fahrer
Kevin Nieschalk:
„Der erste Tag war nicht ganz nach meinen Vorstellungen. Ich hatte mich
besonders auf den Endurotest und den Extremtest gefreut, dort hatte ich viel
Spaß und kam gut zurecht. Im Crosstest habe ich allerdings viel Zeit liegen
gelassen. Ich habe einiges ausprobiert und versucht, anders zu fahren, bin
aber zu keinem guten Ergebnis gekommen. Am zweiten Tag lief es dann
etwas besser. Ich weiß, woran ich arbeiten muss, um dort schneller zu
werden.“
Karl Weigelt:
„Samstag war durchwachsen. Im Crosstest lief es gut, im Endurotest hat ein
Sturz in der ersten Runde viel Zeit gekostet. Sonntag bin ich besser
reingekommen, habe aber trotzdem im Endurotest Zeit liegen gelassen. Für
meinen Trainingsstand bin ich zufrieden, auch wenn es unter meinen
Erwartungen war.“
Kenny Riedel:
„Samstag kam ich bei den nassen und glatten Bedingungen perfekt zurecht
und konnte mit Platz fünf ins Ziel fahren. Sonntag hatte ich mit dem harten
Boden mehr Probleme und machte einige Fehler. Auf dem Feld habe ich viel
Zeit verloren, dafür kam ich im Extremtest sehr gut zurecht und konnte dort
wieder Zeit gutmachen.“
Sky Dombrowski:
„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Tests waren top und es war
mega, dass drei Prüfungen angeboten wurden und das Gelände so gut
genutzt wurde. Ich hatte ein gutes Wochenende. Durch die langen
Prüfungszeiten waren es allerdings auch harte Bedingungen. Jetzt freue ich
mich schon auf Rehna.“
Andreas Beier:
„Der Samstag war sehr gut. Es hat sich endlich die Mühe belohnt und ich konnte an alte Leistungen anknüpfen. Der Sonntag ist für mich nicht nachvollziehbar. Schade, aber kein Weltuntergang.“
Niclas Kallmeyer:
„Am ersten Tag bin ich durch den Regen schwer reingekommen und nach einem frühen Sturz war das Vertrauen etwas weg. In der letzten Runde bin ich nochmals gestürzt und habe viel Zeit verloren. Für das wenige Training bin ich trotzdem zufrieden. Sonntag konnte ich im Crosstest gute Zeiten fahren, hatte im Extremtest aber konditionelle Probleme und dadurch einige Fahrfehler.“
Lance Vogler:
„Bei den schwierigen Bedingungen am Samstag habe ich schnell meinen Flow gefunden, bis ich in der dritten Runde im Extremtest hart zu Boden gegangen bin. Danach konnte ich wegen Schmerzen im rechten Daumen den Lenker nur noch gerade so halten. Die Tests waren aber richtig geil und sehr weitläufig, fast wie bei einer WM. Ich bin heiß auf Rehna.“
Lisa Richter:
„Ich bin hauptsächlich zu Trainingszwecken gestartet und konnte mich Samstag mit Platz elf von 18 zwischen den Jungs gut behaupten. Die Prüfungen haben viel Spaß gemacht, besonders der Extremtest war für mich ein guter Trainingseffekt. Sonntag waren Hitze und Trockenheit anspruchsvoll. Ich konnte aus beiden Renntagen viel lernen.“
Luca Reinhold:
„Ein starker erster Renntag für Luca: Mit Platz neun im Championat und Platz zwei bei den Junioren zeigte er eine starke Leistung. Leider war der zweite Tag aufgrund eines Defekts vorzeitig beendet.“
Erik Neubert:
„In der Nationalen Jugendklasse zeigte Erik Neubert eine herausragende Leistung. An beiden Renntagen sicherte er sich den ersten Platz und konnte damit ein perfektes Wochenende feiern.“
Fazit
Großlöbichau bot nach einem Jahr Pause eine gelungene Rückkehr der A-Lizenz. Drei abwechslungsreiche Prüfungen und wechselnde Wetterbedingungen verlangten den Fahrern an beiden Tagen einiges ab. Für Team Sturm gab es starke Ergebnisse, wichtige Erfahrungen und gleichzeitig einige Punkte, an denen bis zum nächsten Rennen gearbeitet werden kann. Besonders erfreulich waren die Leistungen von Andreas Beier, Kenny Riedel, Luca Reinhold und der Doppelsieg von Erik Neubert in der Nationalen Jugendklasse. Nun richtet sich der Blick auf den nächsten Lauf in Rehna, wo das Team die gesammelten Erkenntnisse in weitere starke Ergebnisse umsetzen möchte.

















































