Der zweite Lauf der Deutschen Enduro-Meisterschaft wurde am vergangenen Wochenende im Sprint-Enduro-Format über zwei Tage
ausgetragen. Bereits am Vormittag gingen die Fahrer in der Deutschen Enduro Cup (DEC) an den Start, ehe am Nachmittag die Läufe zur Deutschen Enduro-Meisterschaft (DEM) folgten.
Die Teilnehmer erwarteten zwei anspruchsvolle Sonderprüfungen pro Runde. Den Auftakt machte ein schneller Crosstest mit weiten Passagen, einigen Hindernissen und kurzen Waldstücken. Im Anschluss wartete der technisch deutlich schwierigere Endurotest auf die Fahrer. Besonders die vielen neuen Waldabschnitte verlangten den Piloten alles ab: steinige Auffahrten, Felskanten, tiefe Spurrinnen, Wasserlöcher sowie enge und anspruchsvolle Sektionen sorgten speziell bei den A-Lizenz-Fahrern für echte Herausforderungen.
Auch das Wetter spielte perfekt mit. An beiden Tagen herrschten sonnige Bedingungen und frühlingshafte Temperaturen.

Stimmen der Fahrer
Chris Gundermann:
„Zwei gute Tage mit Zweikämpfen um jede Sekunde. Bin sehr zufrieden. Der Sprint-Modus bietet jede Menge Spannung.“

Kevin Nieschalk:
„Insgesamt bin ich ganz zufrieden. Die neuen technischen Streckenabschnitte haben richtig Spaß gemacht und lagen mir sehr gut.
Trotz Sturz wurde es am ersten Tag Platz 4 in der Klasse. Tag 2 lief körperlich nicht optimal, mir hat zum Ende einfach die Kraft gefehlt, trotzdem ein 5. Platz in der E1. Darauf lässt sich aufbauen.“

Andreas Beier:
„Mit dem Ergebnis bin ich noch nicht zufrieden, das liegt weit unter meinen Möglichkeiten. Ich bin aber happy, dass ich nicht gestürzt bin, keine Komplikationen mit dem Bike hatte und der ganze Ablauf gut funktioniert hat. Also ein lächelndes und ein etwas weinendes Auge – davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen.“

Karl Weigelt:
„Eigentlich war es ein schlechtes Wochenende. Ich habe vorher gut trainiert und mich auf dem Bike richtig gut gefühlt. Leider habe ich zwei Tage vor dem Rennen eine Erkältung bekommen und wusste bis zuletzt nicht, ob ich überhaupt an den Start gehen kann. Am ersten Tag war ich komplett platt und bin nur durchgerollt, dazu kam noch ein Sturz in Prüfung eins. Am zweiten Tag bin ich dann nicht mehr gestartet. Damit ist das Saisonergebnis zwar durch, aber ich fokussiere mich jetzt einfach auf Tagesergebnisse.“

Sky Dombrowski:
„Ich bin sehr zufrieden, dass sich die ganze Organisation mit dem Ablauf und den neuen Transpondern verbessert hat. Die Prüfungen waren top – vieles neu und mit schwierigen Abschnitten. Am ersten Tag bin ich schwierig reingekommen und war nicht ganz zufrieden. Tag zwei lief dann deutlich besser und ich konnte gut mithalten.“

Kenny Riedel:
„Am ersten Tag habe ich viel Zeit durch Armpump verloren, konnte mich später aber deutlich steigern. Auch am zweiten Tag waren gute Zeiten dabei, auch wenn mir am Ende etwas die Kraft gefehlt hat.“

Lance Vogler:
„Ich war mental und körperlich nicht richtig da, habe trotzdem mein Bestes gegeben und versucht, bei diesen sehr anspruchsvollen und engen Prüfungen Spaß zu haben.“

Daniel Hänel:
„Ich bin mit meinem Fahren zufrieden. Es waren einige gute SP-Zeiten dabei, einmal bin ich gestürzt und an beiden Tagen knapp am Podium vorbeigefahren. Besonders die Sonderprüfungen am zweiten Fahrtag haben mir sehr gut gefallen. Die ersten sechs bis sieben Fahrer in der Klasse liegen eng beieinander, was die Saison bislang sehr spannend macht.“

Lisa Richter:
„Der erste Fahrtag war durch Schlamm und technischen Probleme schwierig. Dafür lief der zweite Tag deutlich besser und ich konnte gute Zeiten fahren sowie wichtige Erfahrungen sammeln.“

Fazit
Das zweite DEM-Wochenende bot alles, was den Endurosport ausmacht: schnelle Passagen, technisch anspruchsvolle Sektionen, enge Zeitabstände und spannende Zweikämpfe bis zur letzten Sonderprüfung. Für das Team Sturm standen neben starken Einzelzeiten vor allem wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse im Fokus. Trotz kleiner Rückschläge, Stürze und körperlicher Herausforderungen konnten viele Fahrer wichtige Fortschritte zeigen und positives Momentum für die kommenden Läufe mitnehmen. Nun gilt es, weiter zu trainieren und beim
nächsten Meisterschaftslauf erneut anzugreifen.